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Der    Verbraucher    kennt    das    Widerrufsrecht    schon    aus    anderen Bereichen,   z.   B.   aus   dem   Online-Handel.   Nach   dem   Willen   der   EU gilt    dies    nun    auch    für    Maklerverträge,    die    mit    Verbrauchern    im Fernabsatz   (E-Mail,   Fax,   Telefon,   Internet,   etc.)   oder   außerhalb   der Geschäftsräume       des       Unternehmers       geschlossen       werden (Verbraucherrechterichtlinie   2011/83/EU).   Seit   dem   13.06.2014   ist der  Makler  vom  Gesetzgeber (BGBl.  Teil  I 2013 Nr. 58, S. 3642)
Widerrufsrecht / Was Sie als Kunde wissen sollten!
verpflichtet,   jeden   Immobilieninteressenten   über   sein   bestehendes Widerrufsrecht   zu   belehren.   Auch   wenn   der   Interessent   sich   erst einmal   unverbindlich   informieren   will,   schließt   er   bereits   dann   einen Maklervertrag,   wenn   er   die   Leistung   des   Maklers   (Informationen, Exposé,   Besichtigung   etc.)   in   Anspruch   nehmen   will   und   über   die Provisionspflicht    bei    Abschluss    eines    Miet-    oder    Kaufvertrages informiert wurde.
Widerrufsfrist    von    14   Tagen    verlieren    (§    356   Abs.    4    BGB    n.F.). Seine     Leistung     ist     vollständig     erbracht,     wenn     er     Ihnen     „die Gelegenheit   zum   Abschluss   eines   Hauptvertrages   vermittelt   oder nachgewiesen“   hat   (§   652   BGB)   oder   anders   formuliert,   Sie   den Miet- oder Kaufvertrag verhandelt haben und abschließen können.             Der   Wortlaut   der   Widerrufsbelehrung   geht   auf   das   Gesetz   zurück (BGBl.   Teil   I   2013   Nr.   58,   S.   3642).   Ihr   Makler   hat   hierauf   keinen Einfluss. Auch   die   optionalen   Erklärungen   zum   Wertersatz   und   zum vorzeitigen   Erlöschen   orientieren   sich   eng   am   Gesetzeswortlaut   des Bürgerlichen    Gesetzbuches    (§§    356   Abs.    4,    357   Abs.    8    BGB). Möchte    Ihr    Makler    ein    Einverständnis    zur    Widerrufsbelehrung, bevor   er   für   Sie   tätig   wird,   dann   gehen   Sie   damit   keine   gesonderte Vereinbarung ein.                Das   Verbraucherwiderrufsrecht   gilt   nicht   nur   für   Maklerverträge, sondern     auch     für     eine     Vielzahl     von     anderen     Verträgen     im Immobilienbereich.   Sachverständigen-   bzw.   Gutachterverträge   und mietrechtliche     Vereinbarungen     sind     ebenfalls     widerrufbar,     der Wohnungsmietvertrag       dagegen       nur       dann,       soweit       keine Besichtigung stattgefunden hat.             Haben   Sie   Zweifel?   Fragen   Sie   bei   der   Verbraucherzentrale   oder dem IVD nach und holen Sie eine neutrale Meinung ein.
          Ein     Maklervertrag     kommt     nach     der     Rechtsprechung     des Bundesgerichtshofes   (BGH)   bereits   zustande,   wenn   Sie   sich   bloß über   das   Objekt   informieren   wollen,   Sie   von   der   Provisionspflicht wissen   und   die   Dienste   (Besichtigung,   Exposé   etc.)   des   Maklers   in Anspruch nehmen wollen (BGH, Urt. V. 3.5.12 - III 62/11).             Sie   müssen,   wie   bisher,   nur   dann   eine   Provision   zahlen,   wenn   es zum Abschluss   eines   Miet-   oder   Kaufvertrages   kommt   und   dies   auf die Tätigkeit des Maklers zurückgeht.             Sie   gehen   keine   weiteren   Verpflichtungen   ein,   wenn   Sie   dem Makler       den       Erhalt       der       Widerrufsbelehrung       bestätigen. Besichtigungen   etc.   werden,   wie   bisher,   nicht   abgerechnet.   Wenn Sie   sich   die   Immobilie   also   zunächst   nur   ansehen   wollen,   dann   ist dies weiterhin unverbindlich.             Sie    als    Interessent    /    Verbraucher    haben    das    Recht,    den Maklervertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen.             Sollten   Sie   dann   nach   der   Besichtigung   kein   Interesse   an   dem Objekt   haben,   müssen   Sie,   wie   bisher,   nichts   weiter   unternehmen, also   auch   nicht   widerrufen.   Ihr   Makler   wird   Ihnen   keine   Rechnung stellen.             Ihr   Makler   kann   das   Widerrufsrecht   nicht   ausschließen   und   Sie können      nicht      darauf   verzichten,      da      Sie   beide   an   die   Vorschriften gesetzlich     gebunden     sind.     Hat     der     Makler     seine     Leistung vollständig  erbracht, können Sie Ihr Widerrufsrecht vor Ablauf  der .
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